Wir müssen die Welt logisch als ein unendlich Werdendes denken. Die Unendlichkeit ist das Gegenteil von Endlichkeit. Unendlich selbst ist keine Zahl, sondern ein Ausdruck, der einfach nur "größer als jede beliebige Zahl" bedeutet. quippe ubi materies omnis cumulata iaceret ex infinito iam tempore subsidendo« (l. c. I, 984 squ.. vgl. – »In keinem von beiden Fällen, sowohl dem Regressus in infinitum, als dem in indefinitum, wird die Reihe der Bedingungen als unendlich im Object gegeben angesehen. D'ALEMBERT, Mél. 1868, S. 86 ff.). Das Leere (kenon) ist unbegrenzt (Stob. III, 5. scient. Der Raum ist ohne Grenze (l. c. II, 92 squ.). Nach H. S. REIMARUS ist eine vollendete Unendlichkeit undenkbar (Nat. Das wahrhaft Unendliche geht nur aus sich selbst hervor (l. c. S. 24). Das Unendlichkleine stellt das Sein dar. Aber das Unendliche ist nichts Abgeschlossenes,[557] keine positive Vorstellung, sondern besteht im Fortgange des Denkens. Nach O. letztere entsteht durch Einschränkung jener (Ep. Das heißt es gäbe auch eine Welt, wo Menschen fliegen könnten und es genau 574584 Tiere gäben würde. univ. »Quicquid imaginamur, finitum est. Es tritt »an die Stelle des positiven Unendlichkeitsbegriffes der rein negative Begriff der Unbegrenztheit im Fortgange unserer Erfahrungen«. S. 28). VI, 6, 2 squ.). Mithin faßt in dieser Rücksicht das Ich in sich alles, d. i. eine unendliche unbeschränkte Realität.« »Insofern das Ich sich ein Nicht-Ich entgegensetzt, setzt es notwendig Schranken und sich selbst in diese Schranken. »Dico l'universo tutto infinito, perchè non a margine, termine, nè superficie« (Dell infin. MAIMON sind die Unendlichkeitsbegriffe »bloße Ideen, die keine Objecte, sondern das Entstehen der Objecte vorstellen«, »Grenzbegriffe«, entstehend durch einen Regressus (Vers. de l'infini 1827, Préf. Nach SCHNEIDEWIN ist Unendlichkeit eine subjective Kategorie, bezieht sich auf die Möglichkeit im Denken, im Fortschreiten desselben (Die Unendl. philos., art. d. g. Wiss. II2 1, 466 f.. Ess. Nach J. J. WAGNER ist die Endlichkeit »nichts als das Leben, in welchem Grenzen gesetzt werden durch es selbst« (Organ. Wenn du nun eine beliebige Zahl durch etwas teilst, das größer ist als jede andere beliebige Zahl, dann wird das Ergebnis zwangsläufig 0 sein. alla mên kai kosmoi apeiroi eisin, eith' homoioi toutô eit' anomoioi. »Das Ich ist unendlich, aber bloß seinem Streben nach. der absoluten Unendlichkeit Gottes steht die contrahierte Unendlichkeit, die Unbegrenztheit gegenüber (L c. II, 8). S. 96). d. Urt. Prantl, G. d. L. III, 67). d. Philos.2, S. 340 ff.). 10 b). »Magnitudo non est actu infinita« (3 phys. Das Universum kann nicht begrenzt sein, weil es nichts außer ihm geben kann, das nicht zu ihm gehörte, aber es kann auch nicht als grenzenlos gedacht werden, weil das Ganze der Welt, als aus lauter begrenzten Teilen bestehend, selbst ein Begrenztes sein muß und weil die Unendlichkeit Gottes nur ein Grenzbegriff ist (l. c. S. 619 f.). S. 232 f.). Und doch ist in dem wachsam warmen Tier Gewicht und Sorge einer großen Schwermut. »Dennoch schwebt die Idee einer solchen zu vollendenden Unendlichkeit uns vor und ist im Innersten unseres Wesens enthalten« (l. c. S. 253). Es ist: 1) »Quod sua natura sive vi suae definitionis sequitur esse infinitum.« 2) »Quod nullus habet fines.« 3) »Cuius partes, quamvis eius maximas et minimas habeamus, nullo tamen numero adaequare et explicare possumus.« 4)»Quod solum modo intelligere,[556] non vero imaginari – quod etiam imaginari possumus« (Ep. D. 579). »Alles, was ist, setzt es, und was es nicht setzt, ist nicht (für dasselbe, und außer demselben ist nichts). Denn zur gegebenen Größe gehört die Wahrnehmbarkeit« (Log. Das Gegenteil wäre die Endlichkeit. »Die Welt ist zeitlich und räumlich nicht als positiv unendlich gegeben, sondern sie ist nur die zeitliche und räumliche Mannigfaltigkeit unserer Erfahrungen, innerhalb deren dem Fortschreiten unserer Erfahrung und unseres Vorstellens nirgends eine Grenze gesetzt ist.« – WUNDT unterscheidet das »Infinite« und das »Transfinite« (vgl. SCHUPPE erklärt: »Wenn jedes Gegebenen räumliche und zeitliche Bestimmtheit eo ipso Nachbarräume und Nachbarzeiten setzt, so liegt es schon daran, daß nirgend Halt gemacht werden, niemals eine Raum- und Zeitgrenze gedacht werden kann, hinter welcher die [566] Raum- und Zeitlosigkeit begänne. 3, S. 62 ff.. Log. »In rebus materialibus non inventur infinitum in actu, sed solum in potentia« (ib.). Zum mathematisch Unendlichen treibt die »Incommensurabilität des Discreten durch das Continuierliche und umgekehrt, und die Nötigung, diese Incommensurabilität wenigstens annähernd zu überwinden« (l. c. S. 275). S. 113 f.). aphichthai te mellei kai pros hêmas horatê atomos. Gerade in der Coronazeit wünscht man sich, dass diese Zeit schnell vorbei geht und bald alles wieder „normal“ ist. Vgl. – Nach HILLEBRAND ist das Unendliche »die überzeitliche Verhältnismäßigkeit alles Einzelnen, das Dasein der Dinge in ihrer schlechthin ewigen Immanenz« (Philos. Infini). »Insofern das Ich sich als unendlich setzt, geht seine Tätigkeit (des Setzens) auf das Ich selbst, und auf nichts anderes, als das Ich. so auch RAYMUND VON SABUNDE (vgl. »Qualitative Unendlichkeit ist unmöglich als unendlicher Grad einer bestimmten Qualität, weil bei unendlicher Intensitätssteigerung jede Qualität die Bestimmtheit einbüßt, in der sie besteht« (Zur Gesch. I, 14, 1). Ist jenes aber nicht gegeben, sondern soll durch empirischen Regressus allererst gegeben werden, so kann ich nur sagen: es ist ins unendliche möglich, zu noch höheren Bedingungen der Reihe fortzugehen. Dann entsteht wieder etwas Neues. »Ich kann demnach nicht sagen: die Welt ist der vergangenen Zeit oder dem Raume nach unendlich. I, 7, l). de la philos. Are all unsound arguments fallacious? Non igitur respondere curabimus iis, qui quaerunt, an si daretur linea infinita, eius media pars esset etiam infinita. XV, schol.). Das Weltall ist ist unendlich,alles was wir kennen hat einen Anfang und ein Ende,selbst unser Leben hat einen Anfang und ein Ende. Ewigkeit: Spinoza). § 133). ad Phys. GALILEI läßt die Frage unentschieden (vgl. d. Unendl. Ewigkeit). -offen unendlich, auch wenn es schwer vorstellbar ist. wieder hergestellt und ist das Für-sich-sein.« Das wahrhaft Unendliche erhält sich, ist das Affirmative. Er kann z. Daher eine zweimal gewundene Helix (Spirale) dessen Anfang und Ende getrennt sind durch die Zeit-Koordinaten. Die Welt ist, als Totalität endlicher Kraftsphären, endlich (l. c. S. 35 ff.). Dann muss man es in kleinere Teile (endliche Teile) aufteilen können, ansonsten gäbe es keine kleineren Teile, wie z.B. 33).[552]. Die »Antinomien« (s. d.) löst er so, daß er erklärt, die Welt existiere »weder als ein an sich unendliches, noch als ein an sich endliches Ganzes«, da sie nur Erscheinung (s. d.) ist. Die bloß »subjective Schrankenlosigkeit« der Zeit hat kein objectives Gegenstück (l. c. S. 192). 22. Neben der unendlichen Ausdehnung zu immer größeren Größen wird auch die unendliche Teilbarkeit, das unendlich Feine betrachtet, dessen Grenze Null ist, Null aber nicht erreicht. I, 2, 12 ff.). Unendlich ist keine reelle Zahl In der Standardanalysis ist die Rechnung Unendlich durch Unendlich nicht eins, sondern undefiniert. Die Substanz (s. d.) ist ihrem Wesen nach unendlich, mit ihr ihre Attribute (s. d.). Der Raum wird durch die Zeit, die Zeit durch den Raum endlich, d.h. bestimmt und gemessen (l. c. S. 216). CHR. philos. Mir ist der Gedanke gekommen, dass eventuell alles unendlich klein ist und es ein so kleines Objekt gibt, was wieder ein Universum wie unseres darstellt. p. 120 f.. vgl. eti ei kata symbebêkos esti to apeiron, ouk an eiê stoicheion tôn ontôn, hê apeiron, hôsper oude to aoraton tês dialektou, kaitoi hê phônê estin aoratos. HAGEMANN bestimmt: »Das mathematisch Unendliche ist eine Größe, die keine Grenzen hat, also entweder eine unendliche Zahl oder eine unendliche Ausdehnung. Nach EPIKUR ist (gegen die Stoa) die Unendlichkeit des Raumes mit der Endlichkeit der Dinge (der Welt) nicht vereinbar, da diese letzteren auseinandergestreut würden. da J. P. Richter, 1883, II, 308. d. Pessim.2, S. 311). »Infinitas materiae est primitiva, Dei negativa« (l. c. II, l, 4: 11). Es kann aber auch einfach alles zusammenrücken und wenn das in einem unendlichen Universum passiert, ist das am Ende immer noch unendlich groß. Viel Spaß mit den Videos! d. Unendl. Impressum: Bernhard Schweiger C/O Athletia Sports GmbH Susanne Ulhaas Richard-Byrd-Straße 31 50829 Köln E-Mail: hello@athletia.net Telefon: +49 221 35 554 -0. – Nach HERBART ist die Unendlichkeit »ein Prädicat für Gedankendinge, mit deren Construction wir niemals fertig werden«. Ess. LUCREZ erklärt: »Omne quod est igitur nulla regione viarum finitumst.« »Praeterea si iam finitum constituatur omne quod est spatium, si quis procurrat ad oras ultimus extremas iaciatque volatile telum, id validis utrum contortum viribus ire quo fuerit missum mavis longeque volare, an prohibere aliquid censes obstareque posse...« (De rer. üb. Eine solche Größe aber kann niemals in Wirklichkeit existieren, weil Zahl und Ausdehnung immer größer gedacht werden, also niemals unendlich groß sein können. Unendlich aber ist ein Ding, das keine Schranken hat.« Unendlich ist das, »dessen Realität sich nicht weiter, auch nicht einmal in Gedanken, vermehren läßt« (Vernunftwahrh. Romantik! Oder negativ betrachtet: was verändert wird, ist das Andere, es wird das Andere des Andern. Denn unendlich ist die Verbindung zwischen Anfang und Ende eines Kreises, also zwei helixartige Krümmungen durch den vierdimensionale Raum. Die Welt muß »als bestimmte Größe von Kraft und als bestimmte Zahl von Kraftcentren« gedacht werden (l. c. S. 384. vgl. Und alles was eine Größe hat, hat Grenzen. Da muss man aufpassen, dass man sauber zwischen dem “beobachtbaren Universum” und dem “Gesamt-Universum” trennt. II, 9). In der Vernunft erkennen heißt, »ein jedes Einzelne in seinem Wesen, d.h. in der Potenz des Ewigen erkennen« (l. c. S. 6. vgl. Jeder Begriff ist als solcher ein Unvergängliches (l. c. S. 9. vgl. Dieser Widerspruch ist nur dadurch aufzulösen, daß das Ich in dieser Endlichkeit sich unendlich wird, d.h. daß es[561] sich anschaut als ein unendliches Werden« (l. c. S. 73 f.). Es gibt keine unendliche gerade Linie, aber jede Grade kann verlängert oder von einer andern größeren übertroffen werden (Gerh. II, 2). Die Endlichkeit ist »die reine Selbstexistenz der einzelnen Dinge... ohne ihre reale Beziehung auf die absolute und höchste Substanz« (l. c. I, 30). f. wissensch. vel an numerus infinitus sit par anve impar, et talia: quia de iis nulli videntur debere cogitare, nisi qui mentem suam infinitam esse arbitrantur. Der Grund hiervon ist leicht einzusehen. Ein unendliches Universum war aber selbstverständlich auch direkt nach dem Urknall unendlich groß. Demnach werde ich nichts von dem ganzen Gegenstande der Erfahrung (der Sinnenwelt), sondern nur von der Regel, nach welcher Erfahrung ihrem Gegenstande angemessen, angestellt und fortgesetzt werden soll, sagen können« (l. c. S. 420 f.). Die unendliche Totalität ist nie erreichbar, sie kann nur als der letzte Grund der unbegrenzten Synthesis festgehalten werden (Log. I, 152). Läuft nach dem "Baum fällt im Wald"-Prinzip ab. II, 83 ff.). – Vgl. KRAUSE erklärt: »Durch das Begrenztsein ist der Teil dem Ganzen entgegengesetzt und mit ihm, als Ganzem und gleichartig. Der absolute Unendlichkeitsbegriff kann »nur in der Form eines von den erzeugenden Operationen völlig abstrahierenden Postulates gedacht werden«. nichts hat wirklich einen Anfang und real ein Ende, der Körper wächst aus materie die umgewandelt wird von nahrung, nach vielen Jahren wird dieser Körper nach wandlungen vielfältigster Art wieder umgewandelt ein Teil der Information und Energie geht in einen anderen Zustand über aber nichts endet und nichts hat einen Anfang. daß jedoch der Begriff des Menschen vom Unendlichen nichts anderes ist als der Begriff einer unerschöpflich vermehrbaren Größe« (Philos. Sterne, Planeten, Sternsysteme und Galaxien werden geboren, leben eine gewisse Zeit und sterben. HOBBES betont, daß wir vom Unendlichen kein »phantasma« haben, das Unendliche bedeutet nur, daß wir bei einem Dinge keine Grenzen erreichen können. »Sein ist nur eines und eben darum, weil es eines ist, schlechthin unendlich« (l. c. S. 152). Gott ist weder quantitativ noch qualitativ unendlich, »weil eine vollendete Unendlichkeit ein Widerspruch und eine qualitative Unendlichkeit ein in keinem Sinne haltbarer Begriff ist«. vgl. Ich empfehle da immer das Buch “Der Stoff aus dem der Kosmos ist” von Brian Greene, wo diese und andere Fragen umfassend erklärt werden. Nach LEIBNIZ haben wir nicht die Idee eine unendlichen Ganzen oder eines aus Teilen sich zusammensetzenden Unendlichen. Die Welt ist nicht unendlich, sondern nur grenzenlos. Das Universum (von lateinisch universus gesamt), auch der Kosmos oder das Weltall genannt, ist die Gesamtheit von Raum, Zeit und aller Materie und Energie darin. [558] Die Ausdehnung der Welt ist unendlich (Gerh. I, 2). en donnant a l'infini diverses bornes, je fais, pour ainsi dire, du créateur diverses natures créés et bornées« (De l'exist. aber innerhalb seiner Grenze ist derselbe dem Ganzen gleichartig, also ähnlich. Und wo wir Zukunft sehn, dort sieht es Alles und sich in Allem und geheilt für immer. Diese Unendlichkeit ist »nur die abstracte des Mangels der Bestimmtheit. »Da Zeit und Raum constante Bestandteile aller Erfahrung sind, so kann auch unser Denken in der Verknüpfung der Erfahrungen niemals von ihnen abstrahieren. ou gar chalepon anelein tas atomous grammas. unendlich-unendlich ist ein undefinierter Ausdruck. Diese würden meiner Meinung nach die nächst-kleineren Universen darstellen. I, 958 squ.). PLOTIN das göttliche »Eine« (hen), welches an Kraft unbegreiflich ist (Enn. Alles Seiende kann aber seine ihm innewohnende Unendlichkeit nur dadurch betätigen, »daß es einen unendlichen Progreß daseiender Momente aus sich herausstellt, daß es sich selbst in einen solchen Progreß hineinbildet« (l. c. S. 158). 3, S. 82. Ähnlich lehrt WAITZ. I 18, 380). ignor. L. II 4, 17). p. 6 ff.). to gar diaireton ê megethos estai ê plêthos. 3, S. 70. Gegen die unendliche Teilbarkeit ist P. RAMUS (Phys. to apeiron esti men prosthesei esti de kai aphairesei. S. 11). Das Ich ist endlich, weil es begrenzt sein soll. »Das Unvermögen des menschlichen Verstandes, sich den Anfang der mit und die Schranken der Ausdehnung zu denken, ist gegründet in der Denkart der Phantasie, welche selbst das Nichts unter einem Bilde vorstellt, und folglich das Nichts, welches außer dem All der Zeit und der Ausdehnung ist, in ein etwas verwandelt« (l. c. § 1210). Seit Albert Einstein gilt die Theorie als sehr wahrscheinlich, dass Raum und Zeit eine Einheit bilden. tum etiam, quia non eodem modo positive intelligimus, alias res aliqua ex parte limitibus carere, sed negative tantum eorum limites, si quos habeant, inveniri a nobis non posse confitemur« (l. c. I, 27). allein dies widerspricht der Idee des Unendlichen, in welcher das Denken kein Ende finden kann« (ib.). »Die einfachste Voraussetzung würde hier die Abnahme nach dem Verhältnis einer convergierenden unendlichen Reihe sein, so daß zwar die Ausdehnung der Materie unendlich, ihre Masse aber endlich bliebe.« Auch die causale Veränderung kann als begrenzt gedacht werden, indem die Bewegung der Materie lange Zeit hindurch in einem bloßen Oscillieren der Teilchen um die nämlichen Gleichgewichtslagen bestanden haben kann (Syst. Nach PATRITIUS ist die Welt unendlich und endlich zugleich (Pancosm. Nach GASSENDI sind Raum und Zeit unendlich, aber nicht die Welt (Phil. Die Unendlichkeit der Zeit ist ein begriffliches Postulat, keine vollziehbare Vorstellung (l. c. I2, 486 f.). d. Philos.2, S. 356 ff.. Log. ei de adiaireton, ouk apeiron, ei mê hôs hê phônê aoratos. de Newton ch. II2 1, 153, 461 f.. Ess. Subjectiv beruht das Unendliche auf der Fähigkeit der Phantasie und des Denkens, zu jeder möglichen Größe eine weitere hinzuzutun, anderseits jede mögliche Größe auch nach unten hin auf weitere Größen zurückzuführen (s. Teilbarkeit), also auf der Constanz der größesetzenden Function des Bewußtseins. Was kein anderes außer sich hat, ist das Unendliche, Absolute, die »Totalität des Daseienden als Totalität betrachtet« (Grdz. d. Psychol. »Dem Menschen muß alles, von dem seine [564] Sinne kein Ende sehen und keine Grenzen bestimmen können, als im vollen Sinne des Wortes endlos und grenzenlos erscheinen.« Der Mensch empfindet den »Druck des Unendlichen« (l. c. S. 41). VON GUERICKE ist die Welt begrenzt (vgl. Das unendliche absolute Streben kommt als solches nicht zum Bewußtsein, »weil Bewußtsein nur durch Reflexion und Reflexion nur durch Bestimmung möglich ist« (l. c. S. 252). Die unendlich kleinen und großen Quantitäten sind Fictionen, aber nützlich und notwendig für die Rechnung (Differentialrechnung. CZOLBE erklärt: »Wenn freilich die Vorstellung des Raumes unmittelbar immer begrenzt ist (wie alle Vorstellungen), so habe ich daneben doch das Bewußtsein, immer noch weiter gehen zu können... Der Raum ist neben den sinnlichen Wahrnehmungen und Körpern durchaus selbständig etwas drittes Unendliches oder Unbegrenztes« (Gr. Anthropol. Der Progreß ins unendliche bleibt bei dem Aussprechen des Widerspruchs stehen, den das Endliche enthält, daß es sowohl Etwas ist als sein Anderes, und ist das perennierende Fortsetzen des Wechsels dieser einander herbeiführenden Bestimmungen« (l. c. § 94). d. transcendental. Aus dem Wesen der göttlichen Natur folgt Unendliches auf unendliche Weise: »Ex necessitate divinae naturae infinita infinitis modis... sequi debent« (l. c. I, prop. »Cognoscimus praeterea hunc mundum, sive substantiae corporeae universitatem, nullos extensionis suae fines habere. Betreffs der Neupythagoreer s. Dyas. Das Endliche ist das Aufgehobene, seine Wahrheit ist eine »Idealität«. chôriston men oun einai to apeiron tôn aisthêtôn, auto ti on apeiron, ouch hoion te. »Diese Unendlichkeit ist die schlechte oder negative Unendlichkeit, indem sie nichts ist, als die Negation des Endlichen, welches aber ebenso wieder entsteht, somit ebensosehr nicht aufgehoben ist – oder diese Unendlichkeit direkt nur das Sollen des Aufhebens des Endlichen aus. Die Kosmologie, ein Teilgebi… Nach ESCHENMAYER ist für Gott die Welt nicht unendlich (Gr. Das (mathematisch) Unendliche ist also nichts Gegebenes, nichts Concretes, Abgeschlossenes, sondern wird nur im grenzenlosen Fortgang (Progreß, Regreß, s. d.) des Denkens, in unvollendbarer Synthese gesetzt, postuliert, zur Aufgabe gemacht (aufgegeben). Auf eine subjective Erscheinung, auf das Ermüden der Seele im Progreß führt den Unendlichkeitsbegriff SENECA zurück: »Ubi aliquid animus diu protulit et magnitudinem eius sequendo lassatus est, infinitum coepit vocari... eodem modo aliquid difficulter secari cogitavimus. Weil das Stetige (s. d.) ins unendliche teilbar ist, gibt es im kleinsten Teile des Stoffes eine unendliche Menge von Geschöpfen (vgl. I, 722). Fritsch II, 687 ff.). Wollten wir aber eine Grenze von Raum und Zeit voraussetzen, so würde darin zugleich die begriffliche Function einer Zeit- und raumlosen Erfahrung oder die Forderung eines Denkens von unvorstellbarem Inhalt gegeben sein« (Ess. Syst. Es sind nicht Dinge, die an sich selbst, sondern nur Erscheinungen, die, als Bedingungen voneinander, nur im Regressus selbst gegeben werden. Als »Aditi« tritt die Idee der Unendlichkeit in der indischen Philosophie auf. »Der Grundsatz der Vernunft also ist eigentlich nur eine Regel, welche in der Reihe der Bedingungen gegebener Erscheinungen einen Regressus gebietet, dem es niemals erlaubt ist, bei einem schlechthin Unbedingten stehen zu bleiben« (l. c. S. 413). warum, ihr Götter, ist unendlich Alles, alles, endlich... Gute Zitate. d. Erlös. es ist bestimmt durch ein anderes Einzelnes, dieses wieder durch ein anderes, und so fort ins unendliche.« Jedes Endliche weist auf eine unendliche Möglichkeit hin. Sie beruht auf der Constanz unseres hinzuzählenden Vermögens. Zahl, Maß, Zeit sind indefinit (ib.). Raum und Zeit sind nur in Gedanken unendlich teilbar. XI, 11 ff.. vgl. fide I), SCOTUS ERIUGENIA, ANSELM, PETRUS LOMBARDUS (Lib. XVI). S. 153 f.). der ohne Ende fortlaufende Übergang von Schranke zu Schranke ist nur die negative Unendlichkeit. Also ist eine absolute Weltgrenze empirisch, mithin auch schlechterdings unmöglich.« »Hieraus folgt denn zugleich die bejahende Antwort: der Regressus in der Reihe der Welterscheinungen, als ins Bestimmung der Weltgröße, geht in indefinitum, welches ebensoviel sagt, als: die Sinnenwelt hat keine absolute Größe, sondern der empirische Regressus... hat seine Regel, nämlich von einem jeden Gliede der Reihe, als einem Bedingten, jederzeit zu einem noch entfernteren (es sei durch eigene Erfahrung, oder den Leitfaden der Geschichte, oder die Kette der Wirkungen und ihrer Ursachen) fortzuschreiten« (l. c. S. II, 7, 5). De corp. C. 7, 11). Sitz allein in mei'm Zimmer Es fühlt sich an als wär das alles unendlich Fahre durch die Straßen in 'ner So ist das Sein, aber als Negation den Negation. COLLIER findet im Begriffe des Unendlichen Widersprüche ( Clav. Sum. VON OCCAM ist die Unendlichkeit Gottes nicht logisch beweisbar (Quodlib. VII, 395 f.). – Nach H. CORNELIUS verschwindet der Widerspruch der »Antinomien« betreffs des Unendlichen, sobald wir »uns darüber klar bleiben, daß u' in dem Begriffe der Welt nur eine Zusammenfassung unserer Erfahrungen besitzen, daß also auch das Dasein der Welt niemals weiter reicht, als die Einordnung unserer Erfahrungen unter die Kategorien unseres Denkens«. Das Absolute hat mit Quantität nichts zu tun, ist daher auch nicht unendlich (l. c. S. 276).